Krongut Bornstedt Parkgesellschaft mbH
Gästegruppen, die das ehemalige Mustergut der Hohenzollern auf besondere Art erleben wollen, sind auf dem Krongut auch im Rahmen einer Führung willkommen. Neben der Hofbrauerei, Brennerei und der Weinscheune bieten zum Beispiel der historische Rosengarten, Kräutergarten, Bornstedter Friedhof mit Kirche oder die fachkundige Führung bei den Gewerken der Brandenburg Manufaktur den Rahmen für viele Geschichten und Erinnerungen an frühere Zeiten. Ebenso gewähren die Führungen Einblicke in die Glashütte sowie in die Hofbäckerei.

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Kontakt:
Krongut Bornstedt Parkgesellschaft mbH
Ribbeckstr. 6–7
14469 Potsdam

Tel. +49 (0)331 550 65 0
Fax +49 (0)331 550 65 15
Die Geschichte des Bierbrauens scheint so alt wie die Menschheit selbst, denn älteste Funde weisen tatsächlich bis in die Steinzeit zurück. Wer jedoch meint, die Kultur des Weines sei älter als die des Bieres, der irrt, denn Bier zählt bei weitem zu den ältesten Getränken. In der Hofbrauerei wird die seit 1689 im Krongut Bornstedt bestehende Tradition des Brauens fortgeführt. Im Brauhaus wird der „Bornstedter Büffel”, ein malzaromatisches Braunbier, welchem man nachsagt, dass es auch Frauen wohl mundet, vom Brauer und Mälzer vor Ort gebraut, weitere hauseigene Biersorten werden zu unterschiedlichen Festlichkeiten angeboten, wie zum Beispiel der Weihnachtsbüffel.

Die Speisen im Brauhaus halten eine kulinarische Auswahl der Berliner und Brandenburger Küche für Sie bereit. Die Speisekarte wechselt vierteljährlich und bietet Spezialitäten der jeweiligen Saison.
1157  
Esicus de Burnenstede, ein Adliger aus dem Gefolge Albrechts I. des Bären (um 1100–1170), erhält nach Eroberung des Havellandes den Flecken als Lehen und benennt ihn nach seinem Geburtsort Burnstedt (= Dorf an einem Brunnen) bei Eisleben im Harz.

1304
Erste Erwähnung von „Bornstede“ in einer Urkunde, nach der die Gebrüder Hans, Arndt und Peter von der Gröben die von ihrem Vater ererbte Lehmgrube (jetzt Neptun-Grotte von Sanssouci) „am Rande Bornstedes“ gelegen, an „die biderben Leute, Rathmänner und Burger zu Potstamp“ verkaufen.

1323
Herzog Rudolph von Sachsen verkauft die Insel Potsdam mit ihren Dörfern an das Domkapitel zu Brandenburg.

um 1330
Erwerb des Dorfes durch die Familie von der Gröben (aus Sachsen) mit riesigen Ländereien von 17 Hufen (1 Hufe = 20–40 Morgen), Errichtung des Rittergutes.

1580
Erste Kirche in Bornstedt, die von der Familie von der Gröben gebaut wird.

1631
Durch die Pest sterben in Bornstedt 53 Menschen. Große Not während des 30-jährigen Krieges.

1664
Verkauf des Rittergutes an den Großen Kurfürsten für 17.800 Taler.

1683
Der Große Kurfürst (1620-1688) will die "Herrschaft Potsdam" zu einem Gesamtkunstwerk umgestalten.

1689
Neben dem Herrenhaus wird eine Bierbrauerei angelegt mit einem "vortrefflichen Braunbier", später entstand auch eine Brennerei.

1724
Auf Anforderung Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) wird das Gut dem Direktorium des Weisenhauses unterstellt.

1727
Anlage des Bornstedter Hopfengartens südlich des heutigen Drachenberges.

1789–1791
Restaurierung des alten Amtshauses (Herrenhauses) durch den Landbaumeister Keferstein.

1802
Das Gut verliert seine Selbständigkeit und wird dem landesherrlichen Amt Potsdam wieder unterstellt. Besitzer bleibt weiterhin das Militärwaisenhaus, das es an den Generalpächter Oberamtmann Kähne aus Petzow unterverpachtet.

1827
Aufgabe des Bornstedter Hopfengartens auf Betreiben Peter Joseph Lennés (1789–1866), um die königlichen Parkanlagen zu erweitern; erster " Verschönerungsplan" Lennés für Bornstedt.

1841
Endgültige Aufgabe der Brauerei und Brennerei, seit der Zeit des Großen Kurfürsten Haupterwerb des Gutes Bornstedt. Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) erwirbt das Amt Bornstedt und überweist es an den Kronfideikommiß.

1842
Zweiter Plan Lennés zur Verschönerung der Insel Potsdam.

1846
Ein Brand zerstört das gesamte alte Krongut, lediglich ein Teil des Amtshauses (Herrenhauses) bleibt erhalten.

1846–1848
Wiederaufbau des Krongutes im italienischen Landhausstil durch Johann Heinrich Haeberlin (1799–1866).

1867
Das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm (1831–1888) und seine englische Gemahlin Victoria (1840–1901) übernehmen und bewirtschaften das Gut als "Naturalbesitz und zum Nießbrauch" und machen es zu einem Mustergut. Hauptsächlich Milchwirtschaft und Hühnerzucht.

1875
Neugestaltung des Gartens durch Emil Sello (1816–1893); ein sogenannter "Farmgarten" nach englischem Vorbild entsteht.

1881–1882
Umbau des Herrenhauses für einen besseren Wohnkomfort. Ebenso Modernisierung und Erweiterung der alten Schäferei und des Deputantenhofes.

 

1888
1888 Tod Kaiser Friedrich III., sein Sohn Wilhelm II. (1859–1941) wird Deutscher Kaiser.

1889
1889 Kaiserin Victoria zieht nach Kronberg/Taunus.

1901
Prinzessin Feodora (1847-1910), jüngste Schwester der Kaiserin Auguste-Victoria (1858-1921), zieht in das Krongut ein. Sie entwickelt Bornstedt zu einem Künstlerhof mit Schriftstellern, literarischen Zirkeln und Malern. Nach ihrem Tode bleibt das Gut zunächst unbewohnt.

1918
Abdankung Wilhelms II.: Das Krongut wird Bestandteil des Reichswehrfiskus, der die Interessen der Hofkammer wahrnimmt.

1927
Das Gutshaus wird in ein Vier-Familien-Haus umgebaut, das Dach zur Gartenseite hin um ein halbes Geschoss erhöht - die Arkaden der Galerie über der Zufahrt zum Hof werden zugemauert.

1950
Kronprinz Wilhelm von Preußen (1882–1951) ist letzter Eigentümer des Gutes. Der Besitz wird enteignet und später vom Land Brandenburg übernommen. Das Gebäude wird aufgeteilt und mit verschiedenen Nutzungen belegt. Bürogebäude und Schuppen werden gebaut, die den ehemaligen Reiz des Ensembles völlig zerstören.

1999
1999 Restaurierung und Sanierung des "Krongut Bornstedt"

2002
1. Juni, Eröffnungsfest des Krongutes im Jahr der Romantik